Die Rückkehr der Namen
Vortrag von Stadtteil-Historiker Gerhard Valentin
Sie sind schon seit über 80 Jahren tot: Bierstadter Kinder, Frauen und Männer. Unwiderruflich. Gestorben durch die Schuld eines verbrecherischen Regimes in der Zeit von 1933 bis 1945. An den Fronten. In den Vernichtungslagern. Zu Hause in Bierstadt. Es sind Kinder, Frauen und Männer, die ihre Wurzeln in Bierstadt hatten: Soldaten, Zivilisten, Juden; auch Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene, die das Schicksal nach Bierstadt verschlagen hatte.
Die Dokumentation „Die Rückkehr der Namen“ soll die heute lebenden Menschen wieder mit den Menschen bekannt machen und verbinden, die in Bierstadt mitten unter uns gelebt haben und grausam ermordet wurden, weil die Menschen und ihre Schicksale sonst in ewige Vergessenheit geraten würden. Die Dokumentation „Die Rückkehr der Namen“ soll diese Lücke schließen und an die Menschen erinnern, die vor 1933 in Bierstadt friedlich miteinander gelebt haben.
Der detailreiche Vortrag „vor vollem Haus“ am Sonntag, 19.10.2025, im SAM bewies erneut die akribischen Recherchen von Stadtteil-Historiker Gerhard Valentin. Es gab viel interessierte Nachfragen aus dem Publikum und anschließend einen ausgiebigen Austausch untereinander.
Fotos: Uta Naumann

