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Die versunkene bürgerliche Welt 

ein Eckchen Hessischer Verfassungsgeschichte

Vortrag von Stadtteil-Historiker Ralf A. Gmelin:

Hans Gmelin (Großvater des Autors), 1878 im badischen Karlsruhe geboren, hatte es 1913 an die Hessische Landesuniversität Ludoviciana in Gießen verschlagen. Hessisch heißt hier Hessen-Darmstadt. Eines der kleinsten Länder im Deutschen Reich mit einer Universität. Als Wiesbaden Landeshauptstadt der vereinten ehemals selbstständigen Länder i Deutschlands wurde, wurde es Rechtsnachfolgerin der bisherigen hessischen Hauptstädte, Kassel, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt. Nach Weimar geriet Hessen-Darmstadt in Vergessenheit, obwohl seine demokratische Verfassung von 1919 durchaus zu den größeren Entwürfen gezählt hatte, nicht zuletzt durch die Beratung, die Hans Gmelin als einziger Staatsrechtler der hessischen Universität der Hessischen Landesregierung geben konnte. Der Volksstaat Hessen existierte zwar offiziell noch bis 1945, war aber bereits 1933 durch die nationalsozialistische Diktatur kaltgestellt worden.

Um diese Verfassung und ihren Mitschöpfer, Hans Gmelin, ging es in Ralf A. Gmelins Forschungsprojekt und in seinem Vortrag am Sonntag, 12.10.2025, um 11 Uhr im Wiesbadener Stadtmuseum unter dem Markt (SAM) statt.

Fotos: Uta Naumann

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